Die Prüfung und Erstellung von Verträgen – ein Eckpfeiler auch im Staffing – ist nach wie vor einer der zeitaufwändigsten Teile des Deal-Lebenszyklus. Die Erstellung von Verträgen ist sowohl eine Kunst als auch eine Wissenschaft: Es gibt selten einen einzigen „richtigen” Vertragsentwurf, sondern nur einen, der im jeweiligen Kontext „zweckmäßig” ist. Doch trotz dieser Subjektivität haben Anwältinnen oft gemeinsame unausgesprochene Standards dafür, was einen Entwurf solide oder „völlig daneben” macht.
Aufgrund der unausgesprochenen, subjektiven Standards muss die Frage erlaubt sein, ob Verträge, die von einer KI geprüft und erstellt werden, tatsächlich so gut sein können wie Verträge, die von Anwältinnen erstellt wurden.
In einer aktuellen Studie von Guo et al.[1] (Vertragsgestaltung: Vergleich zwischen künstlicher Intelligenz und juristischen Fachkräften) haben Wissenschaftler versucht, die Arbeit von Anwältinnen mit 10 Jahren In-House Berufserfahrung und KI bei der Vertragsgestaltung zu vergleichen.
Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen, dass unser hybrider Ansatz bei dealdraft der beste Weg ist, um Staffing-Verträge zu prüfen und zu entwerfen:
Die Studienergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- KI-Tools lagen bei der Erstellung eines zuverlässigen sog. „ersten Vertragsentwurfs“ mit Anwältinnen gleichauf. In einigen Fällen übertraf die KI sogar den „ersten Vertragsentwurf“ der Anwältinnen. Menschen waren bei 56,7 % der Aufgaben zuverlässig, aber KI-Lösungen erreichten oder übertrafen diesen Basiswert.
- Das beste KI-Tool schnitt geringfügig besser ab als der beste menschliche Anwalt. Der beste menschliche Anwalt erstellte in 70 % der Fälle einen zuverlässigen ersten Entwurf, während das beste KI-Tool in 73,3 % der Fälle einen zuverlässigen ersten Entwurf erstellte.
- Speziell für die Vertragsprüfung entwickelte KI-Tools (wie dealdraft) deckten wesentliche Risiken auf, die Anwältinnen völlig übersehen hatten. Diese KI-Tools waren weitaus eher in der Lage,...